Gold und Silber beim Deutschen Gewichtheber Supercup

Am vergangenen Wochenende trafen sich die besten deutschen Schüler- und Jugendgewichtheber (Jahrgänge 2007-2010) in Frankfurt/Oder.
Beim Supercup der Deutschen Gewichtheberjugend wurden neben der Einzelwertung gleichzeitig die Deutschen Meister der Schüler- und Jugendmannschaften ermittelt.
Eine Mannschaft besteht hier aus jeweils 8 Athleten, von denen 5 in die Wertung kommen und jeweils mindestens 1 Mädchen oder 1 Junge dabei sein muss.
Ausgetragen wurde ein leichtathletischer Mehrkampf bestehend aus Schlussdreisprung, Sternlauf und Kugelstoßen sowie den beiden klassischen Gewichtheberdisziplinen Reißen und Stoßen. Die Einteilung der Athleten erfolgte nach Jahrgängen in Gewichtsgruppen. Wobei diese mindestens 15 Athleten pro Gruppe umfassen sollten, sonst wird nicht geteilt.
Am Freitag startete die Jugend und die 9 Athleten der Altersklasse 17, Jahrgang 2007, hoben in einer Gruppe. Nils Gürth und Marc Pfeiffer vom SV 90 begannen mit dem Gewichtheben. Im Reißen begann Marc seinen Wettkampf mit 98 kg, denen er im zweiten Versuch starke 104 kg folgen ließ. Erst bei 110 kg scheiterte er knapp. Nils Gürth erreichte eine neue Bestleistung von 83 kg und lag knapp hinter Schwarzer, Pfeiffer und Kluck auf Platz 4. Im Stoßen ein ähnliches Bild. Nach dem Auftakt mit 124 kg von Marc folgte ein weiterer starker Versuch mit 127 kg. Die 130 kg im letzten Versuch waren nach der Krankheit zwei Wochen zuvor einfach zu schwer. So ging der sehr starke Potzdamer Constantin Schwarzer in Führung. Nils Gürth kämpfte bis zum letzten Versuch mit dem Berliner Kluck um den dritten Platz. Beide konnten 100 bzw. 105 kg in die Wertung bringen. Doch Kluck schaffte die 110, während Gürth daran scheiterte.

In der Athletik begann Pfeiffers große Aufholjagd. Er wurde Zweiter im Sternlauf hinter dem Rodinger Tütünikov, Zweiter im Schocken hinter Kluck und siegte souverän im Dreisprung mit 9,38 m, der einzigen Weite über 9,00 m im gesamten Wettbewerb. Damit gewann er souverän den DGJ-Supercup vor Schwarzer, Kluck und Gürth und wurde auch bester Athlet der gesamten Meisterschaften.
In der Länderwertung belegte die Thüringer Auswahl den 5.

Am zweiten Wettkampftag waren die Schüler an der Reihe.

Bei den Mädchen des Jahrgangs 2009 traf Lotta Frank auf starke Konkurrenz. Im Reißen wurde sie nach einem missglückten Auftaktversuch immer sicherer, bereits im zweiten Versuch gelang ihr mit 48 kg ein neuer Landesrekord, den sie im dritten Versuch noch einmal um 2 kg auf 50 kg steigern konnte.
Das Stoßen begann ähnlich, aber auch hier meisterte sie den zweiten Versuch mit 57 kg und steigerte sich im dritten Versuch auf 60 kg, was ebenfalls neuer Landesrekord war. Damit belegte sie den dritten Platz hinter Cursio aus Tutlingen und Neundorf aus Dresden.
Im Blockwettkampf Wurf glänzte Lotta mit 7,10 m im Dreisprung und 12,8 sec im Sternlauf. Über den zweiten Platz hinter Neundorf war die Freude groß.
Viktoria Ehrle erreichte mit neuen Bestleistungen von 28 und 35 kg den achten Platz.

Im Jahrgang 2010 weiblich begann Franziska Ebert stark. Nach neuem Landesrekord von 47 kg im Reißen und starken 52 kg im Stoßen lag sie überraschend auf Platz 2. Trotz Bestleistungen in allen 3 athletischen Disziplinen wurde sie noch auf Platz 4 durchgereicht.

In der Länderwertung der Schüler gab es noch einmal großen Jubel: Thüringen wurde überraschend Deutscher Vizemeister.